October 1, 2016, 8:52 pm
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    ZUSAMMENARBEIT FÜR DIE MEDIZINISCHE SATTELLEHRE
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Einleitende Worte


Einleitend ein paar Worte zur praktischen Beurteilung der Sattelpassform mit der Computer-Sattel-Analyse: Vor der Messung mit dem Computeranalysesystems müssen die Untersuchung der Muskulatur sowie des Allgemeinzustandes des Pferdes durchgeführt werden. Dazu gehören vor allen die Muskel- und Sehnenstrukturen des Rumpfs sowie der oberen Extremitäten und des Halses. Ohne die Berücksichtigung von verkrampften Muskelstrukturen, Fehl- oder Schonhaltungen können die Druckbilder nicht richtig interpretiert werden und ermöglichen somit falsche Schlussfolgerungen. Die Interpretation von Druckbildern bei Pferden welche bereits Schonhaltungen entwickelt haben muss deutlich sensibler erfolgen als bei Pferden, welche eine lockere Muskulatur und entsprechend weiches Bindegewebe aufweisen. Schonhaltungen können dazu führen, dass der Sattel keine auffallenden Druckstellen aufweist, weil das Pferd durch seine Schonhaltung dem Satteldruck bereits ausgewichen ist. Aber nicht immer sind Schonhaltungen auf nicht passende Sättel zurück zu führen. Auch Schmerzen in den Extremitäten oder im Bereich der Aufhängungen derselben (Kreuzdarmbeingelenk, Schulter) können Schonhaltungen bedingen und können somit von der Normalform abweichende Rückenformen mit sich bringen. Die Folge ist auch dann unter Umständen ein nicht passender Sattel. Wichtig ist also in jedem Fall sich immer Kenntnis über den Zustand des Bewegungsapparates zu verschaffen um den Ursachen auf den Grund gehen zu können. Für die allgemeine Beurteilung des Sattels werden die Gangarten Schritt und Trab jeweils auf der rechten und linken Hand auf dem Zirkel und auf der Geraden mit dem Satteltester aufgenommen. Dabei sind Aufnahmesequenzen mit einer Dauer von 5 bis 10 Sekunden völlig ausreichen. Aus den ermittelten Druckwerten können die zeitlichen Mittelwerte oder die Maximalwerte dargestellt werden. Beide Grafiken können dann zur Bewertung herangezogen werden. Zur detaillierten Analyse können die Echtzeitdruckbilder zusammen mit den Videobildern ausgewertet werden. Dies ermöglicht Aussagen bezüglich des Bewegungsablaufs. 


Im folgenden einige Fallbeispiele aus der Praxis, welche man mit dem Satteltester problemlos feststellen und darstellen kann:

Grundlegende Festlegung zur Balance und Schwerpunkt vom Pferdesattel.

Typische immer wieder vorkommende Drucksituationen auf dem Pferderücken:

Typische Fehler beim Satteldruck beim Pferd

Man erkennt recht schnell die Brückenbildung (sher häufig), Druckspitzen sowie Druck auf der Wirbelsäule.

Durch die Messung aus der Bewegung erkennt man Druck auf der Steigbügelfläche, ungleichmäßiges oder schlechtes Reiten, komprimierte Polsterung, etc....

Bitte nie vergessen: Das System bietet eine Darstellung der Druckverteilung. Der Grund hierfür kann selbstredend nicht elektronisch ermittelt werden. Der Grund für suboptimale Druckverteilung kann im Pad, am Reiter, am Pferd, am Sattel, an den Steigbügeln etc. liegen.


Im folgenden drei grundlegende Kriterien zur Beurteilung des Druckbildes:

gute Bewertung: Druck auf den Pferderücken im allgemeinen OK
Grüner Haken bedeutet, dass der geprüfte Punkt in Ordnung ist.

Die Situation ist somit gut.

Alles Okay!

mittelmäßige Bewertung: Satteldruck möglicherweise verletzend

Gelbes Ausrufezeichen bedeutet, dass der geprüfte Punkt bedenklich ist und einer weiteren Untersuchung der Ursache Bedarf. Die Situation ist nicht optimal. Hier können Verbesserungen mit intensiven Bemühungen erreicht werden. 

 Verbesserungen möglich

schlechte Bewertung: Druck durch Sattel definitiv hinderlich und verletzend für das Pferd

Das rote Schild steht für ein sofort abzustellendes Problem.
Die Beibehaltung dieser Drucksituation wird auch bei geringem Einsatz Verletzungen oder zumindest Schmerzen beim Pferd verursachen

 Hier muss sofort was getan werden!

Bitte Beachten: Eine Beurteilung ist durchaus subjektiv. Ein Reiter der einmal in der Woche 30 Minuten reitet, hat andere Ansprüche auf die Druckverteilung wie ein Pferd im Profisport. Auch ein empfindliches Pferd kann höhere Ansprüche an eine gute Druckverteilung haben, wie ein robustes Pferd.


Im folgenden zeigen wir einige Beispiele aus der Praxis. Sie erkennen schnell, dass die Ergebnisse leicht und logisch interpretiert werden können. Ein wenig Hintergrundwissen an die Biodynamik bleibt natürlich bestehen. Zur Vereinfachung haben wir in den Beispielen nur das Mittelwertbild einer Messsequenz genommen:

Beispiel 1

Druck durch Sattel vorne an der Schulter zu hoch: Bewegungseinschränkung

Links / Rechts

Hinten rechts zuwenig Druck 


Vorne / Hinten

Zuviel Druck vorne 


Wirbelsäule

Kein Druck auf der Wirbelsäule


Druckpunkte

Zwei Druckpunkte in der Mitte links wie rechts 


Brückenbildung

Auf beiden Seiten 


Steigbügelfläche

Zu prüfen! Könnten für die Druckpunkte in der Mitte verantwortlich sein

 


Beispiel 2

Brückenbildung durch Sattel am Pferd, Druck auf Wirbelsäule hinten, Kammerweite ggf. zu eng muß geprüft werden

Links / Rechts

Mehr Druck auf der rechten Seite


Vorne / Hinten

Die Verteilung an sich passt


Wirbelsäule

Druck auf der Wirbelsäule, insbesondere hinten


Druckpunkte

Zwei kleine Druckpunkte links


Brückenbildung

Schlimme Brückenbildung.
Zuviel Druck vorne wie hinten
 


Steigbügelfläche

In diesem Bereich keine besondere Auffälligkeiten

 


Beispiel 3

Guter gleichmäßiger Druck durch Sattel auf das Pferd, optimaler guter Sattel fürs Pferd

Links / Rechts
Sehr kleiner Unterschied


Vorne / Hinten

Sehr kleiner Unterschied


Wirbelsäule
Frei von Druck, ganz leichter Einfluss hinten


Druckpunkte
Fast homogene Druckverteilung

 

Brückenbildung
Wiederum fast homogene Druckverteilung


Steigbügelfläche
Keine verursachten Probleme

 

 


Beispiel 4

Druckpunkte und Druck auf der Wirbelsäule durch Sattel auf das Pferd

Links / Rechts

Ziemliche gleich


Vorne / Hinten

Ziemliche gleich


Wirbelsäule

Zuviel Druck vorne und insbesondere
zuviel Druck hinten


Druckpunkte

Ziemlich viele einzelne Druckpunkte,
ggf. muss neu beflockt werden


Brückenbildung

Nicht schwerwiegend,
jedoch ein wenig rechts


Steigbügelfläche

Keine verursachten Probleme

 

Weitere Beispiele (nur englisch) zur Nutzung unseres Systems finden Sie auch unter :

http://www.dynamicsaddlefitting.com/sample-scans.html